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Internet Explorer 9 verspricht HTML 5 und CSS 3

Microsoft stellt eine erste Tech-Preview seines kommenden Internet Explorer 9 vor. Diese wird zwar nicht das Ende des IE6 garantieren, aber mit CSS-3-Support und Unterstützung für HTML 5 den Umstieg doch etwas schmackhafter machen. Wer Windows 7 (x86 oder x64) oder Windows Vista SP2 (x86 oder x64) installiert hat, kann sich selbst ein Bild vom aktuellen Stand der Dinge machen, die Preview wird dabei parallel zum IE8 installiert.


Abb. 1: CSS 3 macht's möglich: Runde Ecken im IE9

Auf CSS-Seite werden bereits CSS-3-Selektoren (module und ::selection), Namespaces (mit Ausnahme der Attribut-Selektoren), border-radius oder auch rgba() und opacity für die Farbgestaltung unterstützt. Weiterhin sollen Developer auf verschiedene L2- und L3-DOM-Elemente zugreifen können; SVG-Support auf Basis des SVG 1.1 2nd Edition Full-Entwurfes ist ebenfalls möglich.


Abb. 2: Wenn es das E zerlegt - dann funktionierts! SVG-Support im IE9.

Die Tech-Preview des Internet Explorers 9 ist derzeit auch noch als eine solche zu verstehen; User sollten entsprechend keinen fertigen Browser erwarten. Etliche Features im DOM-, HTML-5- und SVG-Handling werden (noch) nicht unterstützt und es treten hier und da auch noch Bugs auf; wer hiervon betroffen ist, findet in den jeweils aktuellen Release Notes zur Preview aber bereits erste Tips und Workarounds. Neue Releases sollen alle acht Wochen veröffentlicht werden.

Die Engine

Wer heute einen Browser unter das Volk bringen will, kommt um einen Benchmark zur verwendeten JavaScript-Engine nicht herum. Im SunSpider-Benchmark hebt sich Microsofts IE9 JavaScript Engine "Chakra" bereits deutlich vom IE 8 oder auch Opera 10.10 ab und findet damit Anschluss an Firefox 3.6, liegt aber noch erkennbar hinter Safari 4.0.5 oder auch Chrome in den Versionen 4.0.249.89 und 5.0.342.2 (Development). Hier gibt es also noch etwas Luft nach oben und auch der Acid-3-Test (auf den man sich nun doch eingelassen hat) weist mit 55 von 100 möglichen Punkten Spielraum auf. Immerhin soll der IE9 dank Multi-core-Optimierung aber in der Lage sein, umfangreichere JavaScript-Berechnungen auf einen der Kerne auszulagern.

Etwas weiter vorne sieht man sich bei Microsoft auch mit der (entsprechende Grafikkarte vorausgesetzt) GPU-beschleunigung, die vor allem bei anspruchsvollen HTML-5- und SVG-Berechnungen zum Tragen kommen soll; hier schielt Microsoft vor allem auch auf den Markt der immer aufwändigeren Browsergames und Videoplattform-Angebote. Support für die Audio- und Video-Tags aus HTML 5 ist bereits angekündigt - auf der Mix in Las Vegas lief ein h.264-codiertes Video in 720p bereits direkt im Browser.


Abb. 3: Die IE-9-Tech-Preview im SunSpider-Benchmark. Microsoft schließt auf.
Quelle: Microsoft
Hoffnungsschimmer

Microsoft scheint mit dem IE9 vieles richtig machen zu wollen, ob das wie geplant gelingt wird natürlich erst die weitere Entwicklung zeigen können. Doch allein die öffentliche Preview oder auch dass man sich jetzt am Acid-3-Test misst, zeigt, dass Microsoft hier auf seine Kritiker zugeht und bereit ist, sich seinen Platz als mit am weitesten verbreitete Browserfamilie am Markt neu zu verdienen. Leicht wird die Sache jedoch nicht - das Opera, Safari und Chrome im Browserkampf mitmischen können, haben sie erst im letzten Jahr wieder nachhaltig unterstrichen.

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